Am 26.08.2007 wurde vor dem Schützenhaus „Am Wippött“ in Menzelen-West die Bronzestatue der „Tante Sina“ enthüllt. Fast auf den Tag genau war es her, dass die alte Katstelle von Gesina van Leuck – Tante Sina – am Reckwall in Menzelen-West abbrannte.

„Markenzeichen“ des Anwesens war der Ziehbrunnen, der „Wippött“. In der Kate lebte Gesina van Leuck, die von allen liebevoll nur „Tante Sina“ genannt wurde, viele Jahre. Nach langer Zeit der Planung und Vorbereitung wurde die von der Künstlerin Erika Rutert aus Bönning-Rill geschaffene Bronzeskulptur der Tante Sina feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

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Das Foto zeigt v.l.n.r. den ehemaligen Bürgermeister Willi Jansen, den amtierenden Bürgermeister Thomas Ahls, die Bronzestatue der „Tante Sina“, die Künstlerin Erika Rutert, Präsident Edgar Giesen und Bernhard Uppenkamp, Mitglied des Stiftungsvorstand der Kulturstiftung Sparkasse am Niederrhein.

Nachdem eine Abordnung des Bürgerschützenvereins Menzelenerheide zu festlichen Klängen des Spielmannszugs Menzelenerheide und des Musikvereins Menzelen auf den Platz vor dem Schützenhaus marschiert war, wurde es offiziell. Präsident Edgar Giesen begrüßte neben den Ehrengästen aus der Gemeinde auch Vertreter der Kulturstiftung der Sparkasse am Niederrhein. Die Stiftung hatte das Vorhaben finanziell großzügig gefördert und so erst ermöglicht.

Von einer „historischen Brunneneinweihung“ sprach Giesen in seinem Grußwort. Auch er kannte Tante Sina noch persönlich, erinnerte mit einer Anekdote daran, dass er im Kindesalter einst Sand in den Brunnen warf und Tante Sina ihn dann schimpfend durch ganz Menzelen verfolgte.

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Aus Sicht der Bürgerschützen soll der Brunnen am neuen Schützenhaus ein Treffpunkt für alle werden, eine Art Dorfmittelpunkt. Von einem ganz markanten Denkmal für Menzelen-West auf dem Alpener Kulturpfad sprach Bürgermeister Thomas Ahls. Der Pfad sei nun um eine Attraktion reicher.

Auch Thomas Ahls dankte allen Beteiligten für die geleistete Arbeit und Unterstützung. Bernhard Uppenkamp vom Stiftungsvorstand der Sparkasse am Niederrhein strahlte über das ganze Gesicht. „Fein, dass Tante Sina wieder da ist“, sagte er. Bernhard Uppenkamp betonte die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Die Kulturstiftung zeigte sich froh, ebenfalls einen Teil für die „Wiedereinbürgerung“ von Tante Sina zu tun.

Die Spannung beendete Dr. Hartmut Becks, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Alpen, der mit dem zukünftigen Diakon Ludger Funke an das Rednerpult trat. „Schön wäre es doch, wenn erst enthüllt wird“, bat er und sprach damit wohl allen Anwesenden aus der Seele. Gesagt getan, Erika Rutert und Bürgermeister Thomas Ahls lupften das Tuch und die Musik spielte feierlich auf unter dem Applaus aller Anwesenden. Und Tante Sina? „Die hätte die Welt nicht mehr verstanden, lebte sie noch“, sagte Präsident Giesen. Nach der offiziellen Enthüllung war noch genug Zeit zum ausreichenden Betrachten und Mitfeiern am Schützenhaus. [Quelle: Rheinische Post vom 27.08.2007]

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Der Bürgerschützenverein Menzelenerheide 1879 e.V. dankt Norbert Knermann, Gerd Kohl und Ralf van Royen, die die Fotos zur Verfügung gestellt haben.

 

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